Potential Web Guide – Begriffe des Internets erklärt

SERPs – Search Engine Result Pages

Alle wichtigen Infos zu Suchmaschinenergebnissen

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Das primäre Ziel von SEO ist es, ein gutes Ranking in den SERPs zu erzielen. Doch was genau bedeutet dieser Begriff und weshalb ist er für SEO so wichtig? Der nachstehende Beitrag klärt auf.

Wer suchet, der findet – die Geschichte der Suchmaschinen

Suchmaschinendienste existieren seit nunmehr 30 Jahren, wobei die erste Suchmaschine nicht der heute so beliebte Google Search, sondern das legendäre Suchprogramm Archie war. Es wurde 1990 an der McGill Universität von Montreal als Werkzeug zum Durchsuchen von FTP-Verzeichnissen entwickelt und war bis 1995 eines der mit Abstand häufigsten genutzten Internetdienste.

Nun gab es bei Archie aber ein gravierendes Problem, denn die Suchmaschine war nicht dazu in der Lage, Textdateien zu durchsuchen. Ein Umstand, der sich Mitte der 1990er Jahre tiefgreifend ändern sollte, als die ersten professionellen Internetsuchmaschinen aufkamen. Auf Grundlage des ersten Suchrobots namens „The Wanderer“, der vom MIT Studenten Mathew Grey programmiert worden war, begann die Serienentwicklung von Crawler- und Spider-Programmen. Sie durchsuchten fortan das noch junge und doch schon sehr informationsreiche Internet nach neuen Webseiten und erstellten so einen detaillierten Index zum virtuellen Content. Dabei wurden die Suchprogramme über die Jahre immer weiterentwickelt und verfeinert, sodass schließlich auch Volltextsuchen und die Einordnung von Webseiten in verschiedene Themenkategorien möglich waren. Die ersten, noch heute bekannten Suchmaschinen mit professionellen Suchalgorithmen waren diesbezüglich:

  • Lycos
  • Yahoo!
  • Infoseek
  • Architext
  • Alta Vista
  • com
  • Yandex
  • de

Nach fast einem Jahrzehnt der Entwicklungsphase erblickte schließlich auch der heute beliebteste Suchmaschinenservice „Google“ das Licht der Welt. Larry Page und Sergey Brin, die beiden Gründer des Unternehmens optimierten das Layout ihrer Suchmaschine dahingehend, dass die Benutzeroberfläche besonders leicht zu bedienen war. Auch übertraf Google bereits damals viele anderen Anbieter in Sachen Suchgeschwindigkeit der programmeigenen Search-Crawler. Zeitgleich entwickelte auch Microsoft eine konkurrenzfähige Suchmaschine namens „MSN Search“. Sie wurde später zunächst in „Windows Live Search“ umbenannt, bevor sie den heute gängigen Namen „Bing“ erhielt.

Heute sind Suchmaschinencrawler so ausgereift, dass sie Webseiten nach einer Fülle von spezifischen Suchkriterien bewerten können. Auf diese Weise sind sogar Suchmaschinen mit speziellem Themenfokus möglich. Bestes Beispiel hierfür ist „Ecosia“. Eine umweltfreundliche Suchmaschine, die nachhaltige und ökologisch wertvolle Suchergebnisse kennzeichnet und ihre Einnahmen aus Suchanzeigen dazu verwendet, Bäume zu pflanzen. Darüber hinaus generieren die weiterentwickelten Crawler ein authentisches Seitenranking, das in sogenannten SERPs ausgedrückt wird.

Was sind SERPs?

Der Begriff SERP ist die Kurzform für „Search Engine Result Page“. Es geht also um die Seiten für Suchmaschinenergebnisse. Diese listen bekanntlich alle Webseiten auf, die zu einem eingegebenen Suchbegriff gefunden wurden und erleichtern Internetnutzern so die Navigation im World Wide Web.

Während SERPs zu Beginn der Suchmaschinenära noch verhältnismäßig wahlloses Page-Listing betrieben, drücken Sie heute deutlich mehr aus. Denn durch die sehr detaillierten Bewertungskriterien der Suchmaschinencrawler entsteht in den SERPs ein Seitenranking, das die Content-Qualität einzelner Webseiten direkt miteinander vergleicht. Zu den wichtigsten Suchkriterien, die das Ranking einer Seite mitgestalten gehören Faktoren wie

  • Contentqualität: Professionell geschriebene Fachartikel mit hohem Mehrwert für den Leser werden von Crawlern deutlich besser bewertet als belanglose Blogeinträge mit wenig Informationsgehalt. Hinzu kommen Bewertungskriterien, die Rechtschreibung, Ausdrucksweise und Satzbau des Seitencontents überprüfen sowie Faktoren, die Gesamtgestaltung des Seitenlayouts (z.B. durch integrierte Bilder und Grafiken) betreffen.
  • Keyworddichte: Wenngleich die Bedeutung von Keywords im Vergleich zu früher deutlich abgenommen hat, können sich suchstarke Begriffe im Seitencontent nach wie vor massiv auf das Ranking einer Seite in den SERPs auswirken. Beispielsweise erleichtern aussagekräftige Keywords in Fließtexten, Texttiteln und Bildbeschriftungen den Crawlern die Einordnung der Seite, was von den Suchmaschinen positiv bewertet wird. Und auch die richtige Keywordwahl im Domainnamen einer Seite kann zur Verbesserung des Pagerankings beitragen.
  • Ladegeschwindigkeit: Eine Seite, deren Ziel-URLS sich schnell und ohne Ladeverzögerungen aufbauen, werden von Crawlern zumeist bevorzugt. Nebenfaktoren für die Bewertung der seiteneigenen Ladegeschwindigkeit können dabei zum Beispiel zu große Grafiken oder ein veralteter Server sein, auf dem die Webseite gehostet wird.
  • Linkqualität: Befinden sich auf einer Seite viele Trust- bzw. Backlinks zu externen Webseiten mit guter Reputation und positivem Ranking, profitiert die Ausgangsseite auch hier von einer besseren Bewertung durch die Crawler. Ebenso ist eine gute interne Verlingung des Seitencontents für ein höheres Ranking ausschlaggebend.
  • Seiten-Traffic: Crawler erkennen inzwischen sehr genau, ob ein Seitenadmin kontinuierlich an einer Seite arbeitet und den Content stetig verbessert oder nicht. Ähnlich sieht es bei der Verweildauer von Seitenbesuchern auf der Seite aus. Je intensiver eine Webseite von Admins, Mods und Besuchern genutzt wird, desto positiver wirkt sich dies auf die finale Bewertung der Suchmaschinen aus.

Qualitativ hochwertige Seiten, die ein vorbildliches Webprofil und Webcontent mit besonderem Mehrwert für den Leser vorzuweisen haben, landen dadurch auf den vordersten Rängen der SERPs und werden dementsprechend oft angeklickt. Seiten, die durch eine schlechte Strukturierung, Plagiate bzw. Duplicate Content, Keyword-Spam oder andere negative Eigenschaften auffallen, werden dagegen auf die hintersten Ränge der SERPs verwiesen. Im Grunde entscheidet der SERP-Status einer Webseite also darüber, ob die Seite durch Suchmaschinenempfehlungen einen größeren Bekanntheitsgrad und höhere Besucherzahlen erzielen kann oder nicht. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) muss deshalb darauf abzielen, das Ranking einer Seite in den SERPs durch entsprechende Optimierungsmaßnahmen zu verbessern. Zu den wichtigsten

Aufbau von SERPs

Wie schon die Definitionen für Suchalgorithmen, nach denen die Webcrawler der Suchmaschinen das Internet durchforsten, hat sich auch in der Darstellung der Suchergebnisse seit den Anfangszeiten der Suchmaschinendienste einiges verändert. Waren die ersten SERPs noch auf einfache Webseitenlisten beschränkt, findet man in den Suchergebnissen heute allerlei Zusatzinformationen zu bestimmten Suchbegriffen. Die wichtigsten SERP-Elemente sind hierbei:

  • Snippets – Das Kernfeature der SERPs besteht aus einem textbasierten Suchtext, das die Headline des Suchergebnisses (z.B. Seitentitel) sowie die Ziel-URL und die Metadescription des Ergebnisses anzeigt. Die einzelnen Metadaten können vom Seitenbetreiber für gewöhnlich innerhalb des Webprogramms, mit dem die Seite erstellt wurde eingegeben werden, sodass man direkten Einfluss auf die Darstellung der eigenen Suchergebnisse hat.
  • Rich Snippets – Eine moderne Sonderform des herkömmlichen Snippets. Hier werden spezielle Zusatzinformationen wie Sterne-Bewertungen, Vorschaubilder oder Preis- und Verfügbarkeitsdaten innerhalb des regulären Snippets angezeigt.
  • Bild- und Videotreffer – Zusätzlich zu Seitenergebnissen zeigen die meisten SERPs inzwischen auch Video- und Bildergalerien an, die mit dem gesuchten Keyword in Verbindung gebracht werden konnten. Sie sind in der Regel in einem separaten SERP über die Menüleiste der Suchmaschine auswählbar, wobei viele Suchmaschinenanbieter die besten Treffer vermehrt auch in der allgemeinen Ergebnisübersicht anzeigen.
  • News-Treffer – Sofern ein Suchbegriff mit neuesten Schlagzeilen in Verbindung steht, erscheinen in den SERPs auch News-Treffer. Sie stammen von Online-Magazinen und Zeitung und werden mittlerweile meist ähnlich wie Bilder und Videos in einem separaten SERP zusammengefasst.
  • Karten-Treffer – Orte, Sehenswürdigkeiten und Hotels als Suchbegriffe lassen sich über das Map-SERP nachverfolgen. In der Regel wird hier das Google-Maps Feature als Grundlage verwendet, wobei grundsätzlich auch andere virtuelle Kartensysteme zum Einsatz kommen können.
  • Feature-Boxen – Einige Treffer-Kategorien lösen bei Suchmaschinen inzwischen die sogenannten Feature-Boxen aus. Dabei können neben News-Features, Bildern und Videos auch
  • Produkt-Treffer
  • Musik-Treffer
  • Rezept-Treffer

und viele weitere Treffer der Keywordsuche in den Boxen dargestellt werden. Darüber hinaus gibt es seit einer Weile auch sogenannte Direct Answer Boxen, deren Inhalt auf konkrete Suchanfragen Bezug nimmt, darunter:

  • Wettervorhersagen
  • Börsenkurse
  • Urzeiten
  • Währungsrechner
  • Knowledge Graphen – Suchmaschinen streben fortwährend eine bessere Vernetzung von Content an. So kommt es auch, dass sich derzeit eine intensive Zusammenarbeit zwischen Suchanbietern und Wissensplattformen wie Wikipedia abzeichnet. Viele Suchbegriffe, die einen eigenen Eintrag in diesen Online-Enzyklopädien besitzen, werden in den SERPs darum zunehmend anhand von Lexikon-Ausschnitten angezeigt.

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass sich die SERPs wie ihre Crawler-Programme stetig neu definieren und so eine dynamische, inzwischen auch gezielt mobilfreundliche Anzeige von Suchergebnissen entsteht. Es bleibt abzuwarten, die sich dieser Trend in Zukunft weiterentwickelt. Wer seinen Seitencontent hier richtig anpasst, kann SERPs jedenfalls schon jetzt als wunderbares Werbe-Tool für sein Online-Projekt nutzen.

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CEO

Sascha Humpel